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30. Juli 2014 Sandra Hoffmann, OTZ

Spendenaktion für ALS-Kranken Pößnecker beendet

Philipp und Andreas Gliesing zu Besuch bei Roberto Milde (Foto: Team Gliesing)

Knau. Die Spendenaktion für den an ALS erkrankten Roberto Milde ist abgeschlossen. Die verbliebene Spendensumme hat der Pößnecker dieser Tage auf das Spendenkonto für die schwer behinderte Jasmin Schmeißer aus Ranis überwiesen, die im Herbst an der Wirbelsäule operiert werden soll und danach zu Hauses dringend einen Treppenlift benötigt. Die Krankenkasse bezahlt lediglich ein Viertel der Anschaffungskosten des Treppenliftes.

Für den von Amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren Erkrankung des Nervensystems, betroffenen Roberto Milde war vor einem Jahr, Anfang August 2013, über die Ostthüringer Zeitung eine Spendenaktion ins Leben gerufen worden. Für eine überlebenswichtige Stammzellentherapie an einer Privatklinik im österreichischen Wien benötigte er ­geschätzte 15 000 Euro.

Insgesamt 14 111,83 Euro sind auf dem Spendenkonto für Roberto Milde eingegangen. Damit konnte er im Oktober die 11 800 Euro teure Stammzellentherapie ausführen lassen. Weitere 2000 Euro wurden für ­Labor und Medikamente innerhalb der Anschlusstherapie ­benötigt. Übrig blieben somit 311,83 Euro.

Diese Summe wollte Roberto Milde ursprünglich dem Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz übergeben. Dann aber hörte er vom Schicksal der zwölfjährigen Jasmin Schmeißer und gab ihr den Vorrang. "Kinder liegen mir am Herzen", sagte er und es sei beeindruckend, was die Raniser Familie für ihr Kind alles auf sich nehme. Die Restspende von 311,83 Euro floss deshalb auf das Spendenkonto für Jasmin. Danach löste Roberto Milde sein Spendenkonto auf.

"Mit der Restspende möchten wir jemandem aus der Region helfen und auf die Missstände in Sachen Hilfsmittel und Pflege aufmerksam machen", unterstreichen Roberto Milde und seine Lebensgefährtin noch einmal.

"Da ich selbst acht Monate auf einen E-Rolli warten durfte und die Bearbeitung der Krankenkassen trotz neuer Gesetze menschenunwürdig ist, haben wir uns für diesen Schritt entschieden", sagt er.

Roberto Milde dankt allen Spendern für ihre Unterstützung und Hilfe sowie dem Team des Wahlkreisbüros der Partei Die Linke, das für soziale Fragen zur Verfügung stand. "Da Thüringen über keinen Hilfsfonds für Menschen mit Behinderung und seltenen Erkrankungen verfügt, möchte ich gern eine Hilfsorganisation gründen und erbitte mir Hilfe auf diesem Weg", formuliert ­Roberto Milde ein Anliegen.