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13. April 2015 Detlef Stöcker

Erster Marsch des Lebens erinnert an Todesmärsche im Saale-Orla-Kreis

Möschlitz/Saalburg-Ebersdorf. Die Gedenkwanderung führte als Sternmarsch von Möschlitz, Ebersdorf und Künsdorf nach Saalburg. Dort gab es am späten Nachmittag am Ehrenhain eine Abschlussveranstaltung, an der sich nach Veranstalterangaben rund 170 Teilnehmer beteiligten.Als die Alliierten in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs immer näher kamen, ­lösten SS-Wachmannschaftenfrontnahe Konzentrationslager auf. Auf bestialische Weise wurden KZ-Häftlinge auf den so genannten Todesmärschen durch Deutschland getrieben. Bei den etwa 250 Kilometer langen Gewaltmärschen vor 70 Jahren seien im Gebiet des heutigen Saale-Orla-Kreises mindestens 270 Menschen, davon ein großer Anteil Juden, zu Tode gekommen. Sie starben entweder an Erschöpfung oder wurden ermordet.In vielen Orten befinden sich Gedenksteine und Grabmale, so auch das Buchenwalddenkmal "Am Dornweg" nahe Möschlitz, wo am Sonntag die Auftaktveranstaltung stattfand.

In stillem Gedenken an die Gewaltherrschaft der Nazi-Diktatur marschierte der Abgeordnete des Thüringer Landtags Ralf Kalich mit.

Der Marsch findet seine Fortsetzung am Samstag 18.03.2015 ab 12:45 am Lemnitzhammer Berg und führt nach HArra, wo in der Ev.-Luth. Kirch die Abschlussveranstaltung stattfinden wird.