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27. April 2015 Detlef Stöcker

Festival der fliegenden Kameras: Drei Tage Multikopter-Spektakel in Blankenstein

Ralf Kalich überreicht Herrn An Yan, Geschäftsführer von Yuneec Europe GmbH den REnnsteigwandererbecher aus Zinn.

Blankenstein. Am Ende waren die Akkus leer: sowohl Festival-Initiator Detlef Stöcker und sein Helferteam waren Sonntagnachmittag platt, wie auch die letzten Batteriereserven der fliegenden Kameras irgendwann aufgebraucht gewesen sind. Eine großartige Veranstaltung wird in Erinnerung bleiben.Stundenlang summten die Multikopter am Wochenende über dem Selbitzplatz und fanden sehr schnell unter den interessierten Zaungästen aufmerksame Beobachter. Unter ihnen der Bad Lobensteiner Modellbau-Profi Rolf Zimmermann. „Jede Zeit hat ihr Hightech“, sagte der 76-jährige Rentner beim Blick auf die Multikopter, mit denen es fast schon ein Kinderspiel ist, Fotos und Videos aus der Luft anzufertigen. In seiner Gelenktasche hatte Rolf Zimmermann Fotos dabei von Dampfmaschinen-Modellen sowie Dampfmodell-Loks, die beispielsweise am kommenden Sonntag wieder bei der Parkeisenbahn Froschgrün in Naila zu sehen sein werden. „Hätte es die Dampfmaschine nicht gegeben, gäbe es heute die Modellflieger nicht“, zeigte sich der leidenschaftliche Modellbauer überzeugt, dass es auch in der Technik eine Art Evolution gibt. Und ganz nebenbei war von ihm zu erfahren, dass er inzwischen auch einen lebensgroßen ferngesteuerten Schwan besitzt, der sogar mit einer Unterwasserkamera ausgerüstet ist.Beim Multikopter-Festival landete unterdessen erfreulicherweise keine Kamera im Wasser. Denn auch über der Saale waren sie unterwegs, wo extra ein Paddler seine Runden drehte um ein Motiv zu bieten für die Festival-Kurzfilme, von denen die besten zum Abschluss prämiert worden sind. Außendrehorte gab es darüber hinaus an der Lichtenberger Burg und beispielsweise bei der Feldbahn, die zwischen Blankenstein und Blankenberg unterwegs war.Das Wetter hatte es mit diesem Festival noch ganz gut gemeint. Doch waren am Samstagnachmittag die Windböen leider zu heftig gewesen für den geplanten Überflug des Selbitzplatzes mit einem elektrisch betriebenen Ultraleichtflugzeug. Ein Modell stand zur Besichtigung vor Ort, ein weiteres befand sich am Flugplatz Hof. Dahin wurden interessierte Besucher per Autotransport gebracht, um verfolgen zu können, wie dort einige Runden geflogen worden sind.Unterdessen sind den Multikopter-Piloten am Selbitzplatz von den Festivalbesuchern Löcher in den Bauch gefragt worden. „Die meisten wollen wissen, wie lange die Flugzeiten der Multikopter sind, ob sich diese schwer fliegen lassen und natürlich, was solche Geräte kosten“, sagte Olaf Groeneveld, der in Isede bei Braunschweig einen Fachhandel betreibt. Nicht zuletzt gab es viele Fragen zu den gesetzlichen Bestimmungen. „Eine extra Haftpflichtversicherung ist zwingend erforderlich, wenn Multikopter im öffentlichen Gelände fliegen“, erklärte Groeneveld. Zudem seien bei Kameraflügen die Persönlichkeitsrechte anderer zu berücksichtigen. „Also nicht einfach mal übers Nachbargrundstück und schauen, was da los ist“, mahnte er.