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30. April 2015 Detlef Stöcker

Lehesten/Leutenberg: Ralf Kalich unterstützt Projekt Thüringer Doppelwappen

Lehesten/Leutenberg. „Jeder 4. Thüringer war ein Vertriebener“, sagte Manfred Eisold. Das Vorstandsmitglied des Altvaterturmvereins ist einer der Initiatoren der Idee eines Doppelwappens, das auf die Geschichte des Freistaats als aufnehmendes Land hinweisen soll.Unterstützung erhält der Oberloquitzer und seine Mitstreiter vom Landtagsabgeordneten Ralf Kalich (Die Linke). „Es geht um ehrliche Geschichtsaufarbeitung“, sagte der Blankensteiner. Er will das Anliegen in der Thüringer Staatskanzlei zur Sprache bringen.„Geschichte kann man nicht aufteilen in Geschichte, die einem passt und Geschichte, die einem nicht passt“, sagte Kalich beim Besuch im Altvaterturm. „Es kommt darauf an, dass man aus der Geschichte lernt und Fehler in der Zukunft nicht wiederholt.“ Dies werde beispielhaft von den Vereinsmitgliedern geleistet. „Der Turm ist ein Zeichen der Versöhnung und gegen Völkerhass und Intoleranz“, ­betonte Vorstandsmitglied Willi Rimpl.Ralf Kalich erwähnte, dass ein Zimmer im Turm der Geschichte des nur wenige Kilometer entfernt liegenden KZ-Lagers „Laura“ gewidmet ist. „Ich werde das Anliegen des Altvaterturmvereins unterstützen“, sagte der Blankensteiner Bürgermeister.Die Mitglieder sollen jetzt eine Kostenschätzung erstellen und einen Entwurf an die Staatskanzlei übermitteln. Unter anderem geht es darum die offizielle Erlaubnis für die Verwendung des Thüringer Wappens zu erhalten. Andererseits würden sich die Initiatoren über eine finanzielle Unterstützung freuen.Diese Arbeit wird schon seit Wochen betrieben. Großzügig hatten sich schon Bewohner von Oberloquitz gezeigt. Bei einem Treffen mit Wilfried Dubrow und weiteren Gästen im Leutenberger Rathaus waren weitere Spenden zur Verfügung gestellt worden.Manfred Eisold dankte den Mitarbeiterinnen des Rathauses und Bürgermeister Klaus Marten (CDU) für die Unterstützung. Andererseits gibt es jetzt Sammlungen in Unterloquitz, Gräfenthal oder Probstzella.

Auf dem Doppelwappen sollen die Vertreibungsgebiete aufgelistet werden. „Es wird aber auch an die Zwangsaussiedlungen aus dem Grenzgebiet von 1952 und 1961 erinnert“, sagte Manfred Eisold.

Quelle: Ulf Rathgeber / 30.04.15 / OTZ