Wahlbündnis für Regine Kanis zur Landratswahl 2018

30. Januar 2015 Detlef Stöcker

Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Medieninformation Nr. 11/2015

Die Thüringer Sozial- und Arbeitsministerin, Heike Werner (DIE LINKE), hat sich zur Entwicklung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt geäußert.

 

Heike Werner (DIE LINKE) sagte: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2015 ist typisch für die Jahreszeit. Mit rund 98.600 Arbeitslosen haben wir so wenige Arbeitslose in einem Januar zu verzeichnen, wie seit 1991 nicht mehr.

 

Vor diesem Hintergrund sind Behauptungen haltlos, der seit dem 1. Januar geltende gesetzliche Mindestlohn sei mit Schuld für die gestiegene Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar ist die Zahl der Freisetzungen von Beschäftigten sogar gesunken. Darauf weist die für Thüringen zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit zu Recht hin.

Wer wie einige Wirtschaftslobbyisten dennoch behauptet, der Mindestlohn schade der Beschäftigung, der will in Wahrheit mehr Lohngerechtigkeit in Deutschland verhindern.“

Insgesamt sieht Ministerin Werner den Thüringer Arbeitsmarkt weiter auf einem guten Weg und kündigt eine spezielles Beschäftigungsprogramm für ältere Arbeitslose an: „Thüringen liegt bei der Arbeitslosigkeit weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der Ostdeutschen Länder. Handlungsbedarf sehe ich insbesondere bei den älteren Langzeitarbeitslosen. Hier werden wir neue Wege gehen. Derzeit sprechen wir mit der Bundesagentur für Arbeit über Möglichkeiten, gemeinsam gemeinwohlorientierte Beschäftigung zu fördern.“

 


Hintergrund

Mit einer Arbeitslosenquote von 8,5 % liegt Thüringen 1,2 %-Punkte über dem Wert des Vormonats. Vom Anstieg betroffen sind vorwiegend die Männer, die mehr als Frauen in Bau- und Außenberufen tätig sind.

Zum Vorjahresmonat (Januar 2014) ist ein Rückgang um 5,2 % bzw. rd. 5.400 Arbeitslose auf nunmehr insgesamt rund 98.600 zu verzeichnen. Dies ist der niedrigste Januarwert seit 1991.

Mit einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent im Januar 2015 liegt Thüringen unter dem Durchschnitt der ostdeutschen Länder (10,3 %).

Im Vergleich zum Vorjahr gab es weder bei den jüngeren Arbeitslosen bis 25 Jahren noch bei den älteren ab 50 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Bei den Langzeitarbeitslosen liegt deren Anteil aktuell bei 32,6%; im Vorjahr waren es 32,0 %. Hier ist zwar auch ein Rückgang im Vorjahresvergleich um 4,1 % feststellbar, der aber damit etwas geringer als der Rückgang insgesamt (minus 5,2 %) ausfällt.

 

Dr. Matthias Hinze

Pressesprecher