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8. Mai 2015 Detlef Stöcker

Bad Lobensteiner gedenken am Denkmal im Kurpark dem Kriegsende in Europa

„Es kommt darauf an, die Menschen zu einer friedlich-humanistischen Gesinnung wachzurütteln“, sagte das Stadtoberhaupt kurz bevor eine Schweigeminute eingelegt wurde. „Vor 70 Jahren war der letzte Krieg auf deutschem Boden vorbei“, sagte der Landtagsabgeordnete Ralf Kalich (Die Linke). Mit diesem Datum einher ging die Befreiung vom Faschismus und von der Unterdrückung Andersdenkender.

Die Menschen haben seither 70 Jahre Frieden erlebt. „Es ist der Tag der deutschen Historie, der seinesgleichen sucht. Es ist der Tag der mahnt, dass es nie wieder Faschismus und Krieg geben darf. Es gibt dafür eine Verantwortung in Europa.“ Kalich erinnerte auch an die Zeit der Vertreibung von Deutschen aus den damaligen Siedlungsgebieten. Davon seien Millionen Deutsche betroffen gewesen. Gleichzeitig fügte er auch an, dass kein Volk in Europa mehr Leid als die Deutschen über andere gebracht hat. Juden und Andersdenkende hatten nach schon 1933 die Flucht aus Nazi-Deutschland ergreifen müssen.

„All das ist Anlass für einen Appell, Flüchtlinge in diesen Tagen willkommen zu heißen“, sagte der Blankensteiner Bürgermeister. Die Maxime müsse lauten: Demokratisch und friedlich miteinander. „Wir gedenken gemeinsam der Opfer“, sagte Ralf Kalich . „70 Jahre Befreiung und Frieden sind es wert, hier zusammen zu stehen. Wir müssen aber auch den Blick nach vorne richten.“ Die Gäste der Veranstaltung gingen anschließend zu dem Gedenkstein im Kurpark, mit dem an die Todesmärsche von Häftlingen von Konzentrationslagern in der Region 1945 erinnert wird.

Ulf Rathgeber / 08.05.15 / OTZ