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13. Mai 2015 Detlef Stöcker

Bürgerinitiative Blankenstein wirbt für Investition

Blankenstein/Gefell. Die Verkehrsproblematik in Blankenstein war Thema eines Arbeitsbesuches von Infrastruktur-Ministerin Birgit Keller (Die Linke) im Oberland. Station machte sie zuerst in der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Blankenstein.

Die ZPR will in Absprache mit der Bahn AG, was den Güterverkehr auf der Schiene anbetrifft, selbst investieren, berichtete Keller von einem Arbeitsgespräch in dem Unternehmen. „Es wäre eine Teilentlastung“, konstatierte die Ministerin. „Die Höllentalbahn löst das eigent­liche Problem nicht.“
Lkw-Verkehr als enorme Belastung
Für enorme Belastungen sorgt der Lkw-Verkehr in Blankenstein selbst. Der neuralgische Punkt ist der Bahnübergang. Staus in Richtung Blankenberg keine Seltenheit. Aus diesem Grund hat sich im April in Blankenstein eine Bürgerinitiative (BI) gegründet.
Harald Däumer und Rolf Kratschmann von der BI trugen der Ministerin die Probleme vor. „Wir haben das Anliegen, den Schwerlastverkehr durch Blankenstein zu verbannen“, hatten die BI-Mitglieder schriftlich festgehalten. Zusammen mit den Verantwortlichen der Gemeinde Blankenstein und mit der ZPR-Geschäftsführung begeben sich die Bürger auf eine gemeinsame Lösungssuche.„Viele Ortsumfahrungen sind mit viel Geld gebaut worden“, stellte Harald Däumer im Gespräch mit der Ministerin fest. Der großer Tenor in der Bevölkerung sei, dass an die letzten 800 Meter nicht gedacht worden ist.Täglich quälten sich zirka 180 Hackschnitzel-Transporter durch Blankenstein. Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit leiden darunter. „Eine ursprünglich in den 1970er-Jahren geschaffene provisorische Werkszufahrt wurde zu einer Dauerlösung“, halten die BI-Mitglieder fest."Ich finde es gut, dass in der Region nach einer gemeinsamen Lösung gesucht wird." Birgit Keller (Die Linke), Thüringer Ministerin für Infrastruktur Seit Jahren sei der Ausbau des Bahnübergangs geplant. Mit Investitionskosten in Millionenhöhe. „Wir sind der Meinung, dass der Bahnübergang zwar einer Erneuerung unterzogen werden sollte, sich aber grundsätzlich über die Sinnhaftigkeit des Ausbaus und der Höhe der Investition nochmals Gedanken gemacht werden sollte“, schreiben die Initiatoren. Sie wollen verhindern, dass es eine Zementierung des bestehenden Schwerlastverkehrs über den Bahnübergang mitten in Blankenstein geben wird.Ins Gespräch gebracht worden ist, eine Brücke hin zum Hackschnitzelplatz zu bauen. Eine Bandbrücke vom Rundholzplatz in Richtung Hackschnitzelplatz sei nicht in der Lage, das Material auf die gegenüberliegende Seite zu transportieren, berichtete der Landtagsabgeordnete Ralf Kalich (Die Linke). Verschiedene Lösungsansätze würden mit der ZPR-Geschäftsführung diskutiert.„Ich finde es gut, dass in der Region nach einer gemeinsamen Lösung gesucht wird“, sagte Birgit Keller . Die Kommunen seien auch auf Gewerbesteuern angewiesen. Als positiv erwähnt sie, dass die ZPR selbst Geld investieren will.Persönlich will sie das ZPR-Projekt, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen, unterstützen. Die Geschäftsführung investiert mehrere Millionen Euro. Keller führte den Fakt an, dass die Reaktivierung der Höllentalbahn von Blankenstein nach Marxgrün nicht alleine Sache des Freistaates Thüringen ist. Das Land Bayern müsse dieses Projekt mit unterstützen.„Der Lückenschluss wäre gut“, sagte Ralf Kalich . Es gehe allerdings nicht nur um den Neubau der auf 4,2 Kilometern unterbrochenen Bahnstrecke. „Die Strecke bis Hof muss ertüchtigt werden“, forderte der Landtagsabgeordnete. „Nur so macht der Lückenschluss Selb-Asch (A) Sinn“, ging er auf ein aktuelles Projekt der Wiederherstellung eines Schienenstrangs zwischen Oberfranken und der Tschechischen Republik ein, das zum Jahresende abgeschlossen sein soll. Sinnvoll sei es, wenn der Bahnverkehr zwischen Saalfeld und Hof wieder rollen kann.Ulf Rathgeber / 13.05.15 / OTZ