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19. September 2016 Detlef Stöcker

Glückliche Erhaltungsfantasien und ernüchternde Realität im Saale-Orla Kreis

Schenkt man den Worten des Landrats Glauben, dann wäre der Saale-Orla Kreis eine Insel der Glückseligen, dessen Einwohner_Innen nichts sehnlicher wünschen, als den Erhalt des Saale-Orla Kreises. Herr Fügmann preist seine schlanken Strukturen und effektives Wirtschaften.

Die Realität:

Der Saale-Orla Kreis ist der Landkreis in Thüringen mit der höchsten pro Kopf Zahlung für die Kreisumlage. Mit 385,19 Euro, pro Bürger_In im Jahr 2016 oder 371 Euro im Vorjahr, verfehlt der Saale-Orla Kreis, unter Landrat Fügmann, gleich zweimal in Folge das Ziel erfolgreichen Wirtschaftens, im Hinblick auf alle anderen Landkreise in Thüringen und somit als Schlusslicht. Fazit: Die Kommunen, zahlen den höchsten Beitrag im Vergleich mit allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten.

(zum Vergleich, die niedrigste Kreisumlage Thüringens liegt in Schmalkalden-Meiningen (SPD) bei 256,51 Euro pro Bürger_In im Jahr 2016 und im Vorjahr in der kreisfreien Stadt Gotha (SPD) bei 254 Euro pro Bürger_In. Quelle: Innenministerium, vom 10.08.2016, als Antwort auf die Kleine Anfrage 1178, des Abgeordneten Frank Kuschel (DIE LINKE) an das Innenministerium)

Auch wenn die Kreisumlage in den letzten drei Jahren mit 48,028 % stabil geblieben ist, ist die Summe im gleichen Zeitraum real um 10 Millionen Euro angewachsen. Allein aus dieser Zahl wird ersichtlich, dass man den Kommunen nicht noch höhere Belastungen aufbürden kann, als dies eh schon der Fall ist.

Es muss gelingen, eine verschlankte und effizientere Verwaltung in im Saale-Orla Kreis und in Thüringen zu gestalten. Dies kann nur mit der von der Landesregierung auf den Weg gebrachten Verwaltungs- und Gebietsreform gelingen. Ein „weiter so“, wie durch die Kreis-CDU mit Landrat Fügmann an der Spitze gefordert, würde zur völligen Handlungsunfähigkeit der Städte und Gemeinden führen. Diese nüchternen Zahlen gehören auch zur Wahrheit über die gegenwärtige Situation im Saale-Orla Kreis.

Ralf Kalich