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28. März 2017 WKB Ralf Kalich

Ostthüringer Wirtschaftsgespräche - die Landtagsabgeordneten Ralf Kalich und Tilo Kummer bei Rettenmeier

MdL Ralf Kalich mit GF Andreas Schmidt von Rettenmeier Holz

"Um hochwertiges Konstruktionsvollholz zu produzieren, tätigten wir Investitionen in die modernsten Anlagen ", sagte Geschäftsführer An­dreas Schmid gestern bei einem Firmenbesuch der Linke-Landtagsabgeordneten Ralf Kalich und Tilo Kummer. Bereits vor vier Jahren hat Rettenmeier eine Festigkeitssortierung in Betrieb ­genommen, in der das Holz ­gescannt und geröntgt sowie nach Tragfähigkeit sortiert wird. Diese zukunftsweisende Technik trägt zur Steigerung der Ausbeute von derzeit 63 Prozent pro Festmeter Holz bei. Im Vergleich zu östlicheren Mit­bewerbern habe Rettenmeier höhere Rohholz- und Transportpreise sowie Personal­kosten, dem begegnet man mit dem modernsten Maschinenpark und hoher Effizienz in Verarbeitung und Ausbeute.

Etwa 700­ 000 Festmeter Fichtenholz werden jährlich von den 285 Mitarbeitern in Ullersreuth geschnitten. Das Nadelholz wird innerhalb eines Radius von 70 Kilometern bezogen. Der Standort wurde wegen der klimatischen Bedingungen im Dreiländereck Bayern, Sachsen, Thüringen bewusst gewählt, da die Fichten in der kalten Hochlage besonders langsam und gerade wachsen. Ein Umstand, der enge Jahresringe bildet und die Qualität als Bauholz deswegen besonders hoch ist, führte Andreas Schmid aus.

Der Zuschnitt und die anschließende Trocknung auf maximal 15 Prozent Restfeuchte sind der Auftakt des Produktionsprozesses, danach wird das Holz immer wieder selektiert und zu Bauholz beliebiger Länge veredelt. Dazu werden Hölzer in einer verzahnten Klebung mit etwa 140 Tonnen zusammengepresst, was die Festigkeit von gewachsenem Holz an den Nahtstellen sogar übertrifft. Mit dem Label "Zunftholz", sind die Ullersreuther Produkte begehrte Konstruktionshölzer für Handwerksbetriebe und den Fachhandel ebenso wie für Baumärkte.

"Rettenmeier Konstruktionsvollholz ist etwas teurer als Osteuropa-Importe, doch wer an der Trocknung spart und nur auf den billigsten Preis schaut, kann beim Hausbau böse Überraschungen erleben", erörterte Andreas Schmid beim Betriebsrundgang. Wünschenswert wäre ein Förderprogrammen für den Wohnungsbau und mehr Unterstützung seitens der Politik für niedrig Energie bis sogar Energie erzeugenden Holzverbundhäusern, die durch nachwachsende Rohstoffe zur CO2-Neutralität und einem gesunden Raumklima beitragen. Von einem so hohen Anteil an Gebäuden in Holzkonstruktionsbauweise wie in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland, kann man in Thüringen derzeit nur träumen, dafür braucht es Aufklärungsarbeit und die entsprechenden gesetzlichen Förder- Rahmenbedingugnen."