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4. September 2014 Redaktion

Kandidaten-Tour in Triptis

Dr. Rosemarie Hein, MdB und Philipp Gliesing vor der GS Triptis.

Grundschule Triptis, erbaut 1969.

Bild im Kindergarten: Zuckertüten-Fest und die Grundschule ist ein alter Kasten... ohne Worte.

Bewährte und neue Einrichtung wurde liebevoll und gebrauchsorientiert kombiniert

Spendenübergabe mit Janine Wissler, MdL Hessen

Handschlag für "Einheit" zwischen Menschen in allen Himmelsrichtungen.

Unterwegs mit Bundes- und Landespolitkern

Am Donnerstag, den 04. September 2014, war Philipp Gliesing, Direktkandidat zu den Landtagswahlen im Wahlkreis 34, in der Stadt Triptis unterwegs, um Gespräche mit Wählerinnen und Wählern zu führen sowie verschiedene Einrichtungen zu besuchen.

Von 9-11 Uhr war das Team Gliesing mit einem Infostand in der Geraer Straße präsent um Wählertüten zu verteilen. Ab 10 Uhr kam Dr. Rosemarie Hein, MdB hinzu. Die Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der Fraktion DIE LINKE im Bundestag ist Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und begleitete Philipp Gliesing um 11 Uhr zu einem Gesprächstermin in die Grundschule Triptis, wo bekanntlich erheblicher Sanierungsbedarf herrscht.

 

Dringlichkeit parteiübergreifend durchsetzen!

Der Zustand der GS Triptis schockierte die Delegation der LINKEN dann aber doch sehr. Der aus dem Jahr 1969 stammende Bau, braucht eine Grundsanierung. Dr. Rosemarie Hein konnte hier auch den anwesenden Kommunalpolitikern klare Schritte aufzeigen, um keine weiteren Verzögerungen mehr zu dulden.

"Ich hätte nicht gedacht, dass es in unserem Land Schulen gibt, wo es bei starken Niederschlägen auf die Tische der Kinder tropft. Der Sanierungsstau an den Thüringer Schulen hätte schon längst behoben werden können, wenn die nötigen Mehrheiten im Landtag zustande gekommen wären – das Schulinvestprogramm des Finanzministers beruht letztlich auf Anträgen der LINKEN.“, so Philipp Gliesing

Schön, war wiederum zu sehen, wie gut Kinder in Triptis im Vorschulalter betreut werden... doch was ist das für ein Kontrast, wenn sie in die GS kommen?

 

Familienzentrum im Kindergarten

Der anschließende Besuch im Kindergarten und Familienzentrum „Farben-Klex“ des Diakonievereins Orlatal e.V. machte deutlich, welche guten Rahmenbedingungen mit Augenmaß und gezielter Unterstützung geschaffen werden können, um die frühe Förderung von Kindern nicht nur zu gewährleisten, sondern auch konzeptionell mit dem Gemeinde-, Stadt- und Familienleben zu verbinden.

Nach einem intensiven Gespräch mit der Leiterin der Einrichtung über Angebot, Nachfrage und Zukunftspläne stand ein Rundgang im Gebäude an. Die Nutzungserweiterung für ein Familienzentrum bietet Platz für Familien- und Vereinsfeiern. Auch das „Kinderrestaurant“ hatte beeindruckt - hier können die Kinder in einer Kinderküche selbst Hand anlegen und lernen auch jahrgangsübergreifend miteinander umzugehen.

Durch das Engagement der Leiterin ist in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Landratsamt eine Mediathek entstanden, wo pädagogisch und materiell wertvolle Spiele auch an andere Einrichtungen ausgeliehen werden können.

 

Gemeinschaftsschulen in den Kinderschuhen

Zweiter Höhepunkt des Tages war der Besuch von Janine Wissler, MdB, Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag und Sprecherin für Energiepolitik, Forschungspolitik, Gentechnologie, Jugendpolitik, Verkehrspolitik, Wirtschaftspolitik, Wissenschaft u. Kunst, Mittelstandspolitik.

Beim Besuch mit Philipp Gliesing hatte die hessische Abgeordnete um 16 Uhr den selbstorganisierten Jugendclub in der Burkhardtstraße besucht und Gespräche mit dem Schulsozialarbeiter von Bildungswerk Blitz e.V. geführt.

Janine Wissler, die einen Sprung vom Parlamentariertag in Erfurt in die schöne Orlasenke wagte, freute sich darüber, dass die Weichen für ein längeres gemeinsames Lernen in Thüringen bereits gestellt sind. Sie zeigte sich erstaunt, dass sogar CDU-Politiker aus Jena hinter dem Konzept der Gemeinschaftsschulen stehen, wie kürzlich in der Presse zu lesen war. Auch das Landesprogramm für Schulsozialarbeit des Sozialministeriums macht pädagogische Begleitung und externe Bildungsangebote ganztägig möglich. Sie wünscht sich das auch für ihr Bundesland. 

 

Ein Handschlag für die "Einheit" in Triptis

Zum Abschluss übergab die Delegation um 17 Uhr schließlich noch eine Spende der Alternative 54 e.V. in der Kleingartenanlage „Einheit“ Triptis e.V. an den Vorsitzenden.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Grünes Klassenzimmer“, welches von Schulen und Kindergärten genutzt werden kann und schon auf wunderbare Weise von den Kindern angenommen worden ist. Im Lehr- und Spielgarten erleben die Kinder den Obst- und Gemüseanbau und können einen kleinen Feuerplatz nutzen. Für manche Kinder ist es die erste Tomate, die auch schmeckt. In der Gartenanlage fand auch das Zuckertüten-Fest statt, welches mit viel ehrenamtlichen Engagement gestaltet worden ist.

Für Janine Wissler war es auch ein landeskundlicher Ausflug. Völlig neu war für sie, dass die Vorschulkinder einen Zuckertüten-Fest feiern, was wiederum Philipp Gliesing verblüffte... Beide gehören einer Generation an, die noch von starken kulturellen Unterschieden geprägt sind - aber schon eine eigene gesamtdeutsche Realität verinnerlichen konnten.

Der Handschlag an der "Einheit", war somit auch ein Handschlag für die "Einheit" in alle Himmelsrichtungen!