Meine Gedanken zum Volkstrauertag!

 

Seit 1952, ist der Volkstrauertag eine feste Institution am zweiten Sonntag vor der Adventszeit. Er fällt damit in die graue Zeit des Jahres zwischen Herbst und Winter, in der sich Gedanken an Tod und Vergänglichkeit fast von selbst einstellen.

Wir leben nicht in einer friedlichen Welt. Diese Wahrheit will ich an den Beginn meiner Gedanken zum Volkstrauertag stellen.“

Das Motto unseres Volkstrauertags 2009 sollte sein.  Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin!

 Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns:

nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz.

Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten, würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen.“

Dieses Jahr 2009 stellt besondere Anforderungen an unser aller Gedächtnis. Mehrere Jahrestage begleiten uns, die entscheidende Etappen in der jüngeren deutschen Geschichte markieren.

 So jährt sich 2009 die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung zum 90. Mal, ebenso die Unterzeichnung des Versailler Vertrages,

70 Jahre ist es her, dass der Zweite Weltkrieg begann.

 Am Volkstrauertag richten wir unseren Blick zurück auf die beiden verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts.

 Wir gedenken der Opfer und fragen uns auch, wie es dazu kommen konnte, wie diese Kriege hätten verhindert werden können und was zu tun ist, damit sich ähnliches nicht wiederholt.

Der Volkstrauertag bietet somit einen guten Anlass, sich die Meilensteine der jüngeren Geschichte ins Gedächtnis zu rufen und darüber nachzudenken, in welchem Zusammenhang diese historischen Ereignisse stehen und auf welche Weise sie unser Leben bis heute bestimmen.

Vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer. In den Kirchen der DDR hatte man 1989 die Forderung aufgestellt,, Schwerter zu Pflugscharen“ und heute schweigt die Kirche zum Einsatz deutscher Soldaten im Ausland.

Wir beklagen Todesfälle im Auslandseinsatz. Junge Deutsche sterben weit weg von zu Hause.

Am 4. September 2009 wurden bei einem Luftangriff im Befehlsbereich der Bundeswehr über 50 Menschen getötet.

Unter den Toten waren keine deutschen Soldaten. Doch jedes Jahr verlieren Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinsätzen ihr Leben. Seit 1992 bis Juli dieses Jahres waren schon 81 Tote zu beklagen, an die wir gerade heute besonders denken müssen.

Im Gegensatz zu ihren Großvätern setzen sie ihr Leben jedoch nicht für ein totalitäres Regime ein, sondern im Auftrag eines demokratischen Staates. Demokratie heißt doch Volksherrschaft und die Mehrheit unserer Bürger lehnt den Krieg in Afghanistan ab. Wir sind das Volk!"   

Also raus aus Afghanistan! Jetzt!

 Heute zum Volkstrauertag mahne ich:

 Wer sich nicht erinnert, kann seine Erinnerungen auch nicht benutzen, um sich im Leben zu orientieren,

er kann keine Schlüsse aus einer Situation für sich ziehen

und ist dazu verdammt, die gleichen Fehler noch einmal zu machen.

 

Vergessen wir nie!

 

Heidrun Sedlacik

 

 

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