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Foto: NGG/pr

Ein gesundheitspolitischer Skandal – Landrätin in Greiz verliert jedes Maß

Kündigungen sollen weiteren Sanierungs-Kahlschlag am Krankenhausstandort Schleiz besiegeln - "Outsourcing" der hauseigenen Küche erfolgte ohne Anhörung des Betriebsrates

Kündigungen sollen weiteren Sanierungs-Kahlschlag am Krankenhausstandort Schleiz besiegeln - "Outsourcing" der hauseigenen Küche erfolgte ohne Anhörung des Betriebsrates

Der Landtagsabgeordnete Ralf Kalich ist entsetzt über das Vorgehen der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH. Nachdem gestern eine Intervention des Schleizer Betriebsrates in der ersten Instanz gescheitert war, dauerte es nur wenige Stunden, und den Mitarbeiter*innen der Krankenhausküche wurde die Kündigung vorgelegt. Natürlich auch hier ohne ordnungsgemäße Anhörung des Betriebsrates und vor Fristablauf – der Anwalt der Gewerkschafter prüft nun weitere Schritte. Das Betriebsverfassungsgesetz gilt auch in Ostthüringen.

Entgegen vollmundiger Versprechungen, dass im Zuge der Sanierung der Krankenhäuser in Greiz und Schleiz niemand seinen Job verliert, setzen die Verantwortlichen im Greizer Landratsamt damit ihren Kahlschlag am Standort Schleiz fort. Die Auslagerung der Küche an einen externen Anbieter – mit neuem Personal und zu schlechteren Arbeitsbedingungen – gefährdet nicht nur die Zukunft der 18 Beschäftigten und ihrer Familien, sondern sorgt für einen Preisanstieg für Nutzer*innen der Küche, wie die Volkssolidarität.

Die Akteure des Arbeitskreises zur Rettung des Kreiskrankenhaus Schleiz im Saale-Orla-Kreis versuchen seit Wochen auf vernünftigem und sachlichem Weg Lösungen vorzuschlagen, und gemeinsam Wege zu finden, doch die Geschäftsführung in Greiz spielt auf Zeit und führt die Betroffenen an der Nase herum. Das alles ist auch mit Blick auf den nicht-erfüllten Versorgungsauftrag des Krankenhausstandortes in Schleiz nicht mehr zu ertragen.


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