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Schnelle Lösung für Krankenhaus Schleiz notwendig - Krisenmanagement in Greiz endlich transparent gestalten

MdL Ralf Kalich dankt dem Personal im Kreiskrankenhaus Schleiz für das Durchhaltevermögen - und fordert die Verantwortlichen in Greiz auf, dem Land endlich anzuzeigen, welche Hilfestellungen benötigt werden.

MdL Ralf Kalich: Danke für euren Einsatz - Beschäftigte im Kreiskrankenhaus Schleiz verdienen großen Respekt und erwarten persönliche Planungssicherheit!

Der Landtagsabgeordnete Ralf Kalich (LINKE) besuchte heute vormittag das Kreiskrankenhaus Schleiz und sprach mit dem Betriebsrat über die aktuelle Lage und die Zukunft des Hauses. Angesichts der Covid-2-Pandemie und dem drohenden Anstieg von erkrankten Personen, zeigte sich das Krankenhaus gewappnet. Das Personal ist gewillt den Versorgungsauftrag unter allen Bedingungen aufrecht zu erhalten.

„Es ist bewundernswert, wie die Beschäftigten unseres Krankenhauses, sich täglich für das Wohl der Patienten einsetzen, obwohl sie in eine unsichere Zukunft blicken. Dafür gilt mein ganzer Dank – wir brauchen euch – gerade jetzt!“

DIE LINKE steht hinter dem Personal und wird sich für ein Sanierungskonzept einsetzen, dass den Interesssen der Beschäftigten in Schleiz entgegenkommt.

„Die Mitarbeiter des Schleizer Krankenhauses leisten jetzt schon Außergewöhnliches. Für die kommende Zeit mit der Corona-Pandemie werden sie noch mehr leisten, weil für sie ihr Beruf auch eine Berufung ist. So wie die Mitarbeiter des Krankenhauses für unsere Gesundheit alles menschenmögliche tun, so will ich auch alles tun, dass sie das für uns noch lange in Schleiz leisten können. Als Abgeordneter der Landesregierung und Bürger des Saale-Orla-Kreises sehe ich mich in der Pflicht, das zu leisten“, erklärte Ralf Kalich gegenüber der OTZ.

 

Auszug aus dem MDR-Bericht "Streit um Schleizer Krankenhaus geht weiter":

Mehrere Politiker unterstützen Erhalt der Klinik

Eine weitere Idee für die Rettung des Schleizer Krankenhauses kam vom Ostthüringer Landtagsabgeordneten Ralf Kalich (Die Linke). Er forderte einen Verbund der Krankenhäuser in der Region, etwa von Greiz, Schleiz und Pößneck. Laut Kalich sei der Vorteil, dass Personal zwischen den Kliniken ausgetauscht werden könnte und eine Spezialisierung der Krankenhäuser möglich wäre. Eine knappe Woche später reagierten die Geschäftsführer der Thüringen Klinik auf den Vorschlag. Sie erklärten, dass ein solcher Zusammenschluss grundsätzlich wünschenswert, wegen des finanziellen Abstiegs des Schleizer und Greizer Krankenhauses nun aber nicht mehr möglich sei. Allerdings sicherten sie zu, die medizinische Versorgung der Menschen im Saale-Orla-Kreis über ihren Krankenhausstandort in Pößneck zu übernehmen.

Auf Kalichs Wirken hin, wurde die Thematik rund um die Zukunft des Schleizer Krankenhauses auf die Agenda der Landtagssitzung am 4. März gesetzt. Grund dafür war, dass der Linken-Politiker sich unter anderem Auskunft über die finanzielle Situation der Kliniken in Greiz und Schleiz erbeten hatte. Laut einem Bericht des Aufsichtsrates, der für beide Kliniken zuständig ist, hat die Schleizer Klinik im Jahr 2018 einen Überschuss von rund 351.000 Euro erwirtschaftet. Das Greizer Krankenhaus dagegen hatte Verluste von rund 2,5 Millionen Euro zu verzeichnen. Wie auch die Demonstrierenden, warf Kalich dem Landkreis als Träger vor, das Krankenhaus in Greiz auf Kosten der Schleizer Klinik sanieren zu wollen.

 

21.500 Stimmen für den Klinikerhalt

Die Demonstranten, die außerdem am 4. März für die Wiedereröffnung der Geburtsstation in Weida auf die Straße gingen, hatten neben ihren Forderungen noch etwas im Gepäck: 21.500 Stimmen, die per Online-Petition und manueller Unterschriftensammlung in den letzten Woche zusammengekommen waren. Diese überreichten sie der Landrätin Schweinsburg vor Beginn der Kreistagssitzung.

Letzten Samstag konnten die Klinik-Befürworter weitere Erfolge für sich verbuchen. So teilte die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner (Die Linke) mit, dass die Klinik weiterhin einen Versorgungsauftrag für die Frauenheilkunde und Geburtshilfe habe, dem sie gesetzlich verpflichtet sei. Eine Rückgabe dieses Auftrags sei mit einem entsprechenden Antrag möglich. Bisher sei aber noch keiner gestellt worden, so Werner. [...]

 

Saale-Orla-Kreis und Land Thüringen wollen Klinik erhalten

Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich Landrat, Kommunal- und Landespolitiker sowie Mediziner am Mittwochabend auf eine Kehrtwende bezüglich der Zukunft des Kreiskrankenhauses in Schleiz geeinigt hatten. Demnach wollen sie die Klinik samt Geburtsstation erhalten. Veranstaltet hatte das Gespräch Hartmut Jacobi vom Deutschen Roten Kreuz. In Form eines Arbeitskreises sollen Ärzte, Apotheker und Politiker gemeinsam über Möglichkeiten beraten, wie die medizinische Versorgung und das Krankenhaus erhalten werden könnten. Die Zukunft der Klinik liegt nun in den Händen ihres Trägers. Das ist der Landkreis Greiz.

 

Verwandte Links

  1. Streit um Schleizer Krankenhaus geht weiter MDR Thüringen, 12.03.2020
  2. Mitarbeitern in Schleiz Mut zugesprochen OTZ, Oliver Nowak, 16.03.2020

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