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Jörg Förster

Aktuelle Lage im Krankenhaus Schleiz: Protest muss weiter gehen!

Zukunftsoption oder Mogelpackung für den Krankenhaus-Standort? - Das ist die Frage, die sich viele Beschäftigte und Bürger in Schleiz stellen. Nachdem die schrittweise Abwicklung des Standortes seit Beginn des Jahres von Seiten des Greizer Aufsichtsrates abgesegnet wurde, steht nun ein "Sicherungskonzept" bevor, welches die Umstrukturierung profitorientiert abschließen soll. // Stellungnahme der Gewerkschaft und Protest am 21.09.2020, 17:30 Uhr

Zukunftsoption oder Mogelpackung für den Krankenhaus-Standort? - Das ist die Frage, die sich viele Beschäftigte und Bürger in Schleiz stellen. Nachdem die schrittweise Abwicklung des Standortes seit Beginn des Jahres von Seiten des Greizer Aufsichtsrates abgesegnet wurde, steht nun ein "Sicherungskonzept" bevor, welches die Umstrukturierung profitorientiert abschließen soll.

Hier einige aktuelle Stellungnahmen und Hinweise:

Verdi-Pressemitteilung - 16.09.2020

Kreiskrankenhaus Schleiz - Umwandlung Haus C in eine Pflegeeinrichtung

Nach einem ersten Kontakt mit dem neuen Betreiber des Pflegeheimes, der Wohnbetriebsgesellschaft mbH (WBG), befürchten die Beschäftigten
Eingriffe in ihre Arbeitsbedingungen.

„Voraussichtlich wird die WBG mit Beginn des kommenden Jahres das Pflegeheim leiten. Eine Nachfrage zu den dann praktizierten Arbeitsbedingungen mündete in dem Verweis auf die Arbeitsvertragsrichtlinien des Arbeitgeberverbandes des Bundesverbandes privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. (BPA), an die man sich anlehnen wolle“, sagt Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär für den
Bereich Gesundheit und Soziales in Thüringen.

„Das ist ein Tarif-Bluff vom privaten Arbeitgeberverband. Aufgebaut wie ein Tarifvertrag, aber einseitig vom Verband entwickelt und nach
unserer Kenntnis auch nicht mit einer der uns bekannten und zuständigen Gewerkschaften abgeschlossen – demzufolge für seine
Mitglieder und auch für die Beschäftigten völlig unverbindlich.“

Die Thüringer Entgelte liegen im Durchschnitt bei 75 % im Vergleich zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, unentgeltliche Mehrarbeit
bis zu 130 Stunden pro Jahr sei nicht ungewöhnlich.

„Es wird kein Betriebsübergang stattfinden, somit verlieren die Beschäftigten möglicherweise langjährig erworbene Ansprüche aus ihrem
Arbeitsrechtsverhältnis. Das Schaffen von Fakten und der damit einhergehenden Schaffung von vollendeten Tatsachen ist einer
kommunal geführten Einrichtung nicht würdig. Wir können aktuell nicht empfehlen, sich bei der WBG zu bewerben. Erst sollten die
Rahmenbedingungen vollends geklärt sein“, empört sich Motzke.

Die Tarifkommission des Kreiskrankenhauses Schleiz wartet bisher vergebens auf eine Antwort zur Aufnahme von Tarifverhandlungen.
Weitere Schritte werden in den nächsten Tagen beraten, um Klarheit zu den aufgelaufenen Fragen zu bekommen.

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Für Rückfragen: Philipp Motzke unter der 0151 / 23 85 54 79 - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

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